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Mein Hund macht mich glücklich.

Autorenbild: Die Menschen-Trainerin für Hunde
Die Menschen-Trainerin für Hunde
vor 1 Tag
3 Min. Lesezeit

Aber mache ich auch meinen Hund glücklich?


Kurzfristig  Hundesitter gesucht

«Ich begegne in meiner Arbeit immer häufiger Hunden, die nach aussen fröhlich und temperamentvoll wirken, innerlich aber völlig verloren sind – weil sie in einem sozialen Gefüge leben müssen, das ihren Bedürfnissen in keiner Weise gerecht wird. Ihnen fehlt das Wichtigste: SICHERHEIT durch verlässliche Orientierung und Führung ihrer Menschen.»

Wir versorgen unsere Hunde. Aber geben wir ihnen auch das, was sie brauchen, um sich sicher zu fühlen und wirklich Hund sein zu können?


Denn das sind zwei völlig verschiedene Ebenen.


Wir kaufen vermeintlich das beste Futter (eine Krone macht kein gutes Futter), richten gemütliche Schlafplätze ein, gehen spazieren, kümmern uns um die Gesundheit, bieten Beschäftigung, Streicheleinheiten und Zuwendung.


Wir glauben, damit alles für unseren Hund zu tun.

Aber das beschreibt zunächst einmal seine Versorgung.


Was ist mit seiner sozialen Sicherheit?


Ein Hund lebt als soziales Lebewesen nicht einfach neben anderen Hunden her. Innerhalb einer stabilen Hundegruppe entstehen Beziehungen, Verlässlichkeit, Orientierung, Grenzen und Regeln des Zusammenlebens.


Er muss nicht jede Situation allein bewältigen.

Er erlebt, wie andere auf Situationen reagieren, und kann sich daran orientieren.


Und jetzt holen wir diesen Hund in unsere Menschenwelt.


Wir bestimmen praktisch alles in seinem Leben. Wo er lebt, mit wem er Kontakt hat, wohin er geht, wann er frisst und wie sein Alltag aussieht.


Aber übernehmen wir auch die soziale Verantwortung, die mit dieser Abhängigkeit einhergeht?


Oder lassen wir ihn ausgerechnet dort allein, wo er uns am dringendsten braucht?


Wenn Aufregung mit Lebensfreude verwechselt wird


Wir verwechseln Freiheit mit Wohlbefinden.

Wir verwechseln Aufregung mit Freude.

Wir verwechseln ständige Zuwendung und unsere Liebe für unseren Hund mit einer tragfähigen Beziehung.


Da ist der Hund, der bei jeder menschlichen Bewegung hochschiesst, ständig auf Empfang ist und kaum zur Ruhe kommt.


«Der hat halt viel Energie!»


Ein anderer springt aufgeregt herum, ist ständig in Bewegung und fordert ununterbrochen Aufmerksamkeit.


«Der ist eben besonders temperamentvoll und fröhlich!»


Und wenn ein Hund Besucher kontrolliert, bei Hundebegegnungen ausrastet oder auf alltägliche Situationen völlig überschiessend reagiert?


«Der ist halt reaktiv!»


Aber haben wir damit wirklich verstanden, was in diesem Hund vorgeht?


Oder haben wir seinem Verhalten lediglich einen Namen gegeben, mit dem wir gut leben können?


Was, wenn dieser vermeintlich fröhliche, temperamentvolle oder reaktive Hund in Wirklichkeit zutiefst verunsichert ist? Wenn er ständig versucht, Situationen zu kontrollieren, weil ihm die Sicherheit und Orientierung fehlen, die er eigentlich bei seinen Menschen finden sollte?


Er wird versorgt, beschäftigt und geliebt.

Aber er fühlt sich nicht sicher.


Und das ist die eigentliche Tragik.


«Aber der Hund tut uns so gut!»


Ja! Aber fühlt sich Dein Hund bei Dir auch so sicher, wie Du Dich mit ihm glücklich fühlst?


Das ist der Perspektivenwechsel, den ich Dir anbiete.


Ein gut versorgter Hund ist nicht automatisch ein sicherer Hund.

Und ein sicherer Hund ist nicht einfach einer, der möglichst viel darf.


Sicherheit entsteht nicht allein durch die Erfüllung körperlicher Bedürfnisse, sondern auch durch eine verlässliche soziale Beziehung, in der der Hund Orientierung findet und nicht ständig selbst für alles zuständig sein muss.


Vielleicht sollten wir deshalb weniger darüber nachdenken, wie viel wir unseren Hunden bieten, und uns öfter fragen, was sie tatsächlich von uns brauchen.


Mein Hund macht mich glücklich. Aber mache ich auch meinen Hund glücklich?


Die Antwort beginnt nicht bei der Anzahl der Spaziergänge, der Qualität des Futters oder der Grösse des Hundebetts.


Sondern bei der Frage: «Kann mein Hund bei mir seine Verantwortung abgeben, sich sicher fühlen und einfach Hund sein?»


DAS IST FREIHEIT.




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