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Hundebetreuung Vertrauen

  • Autorenbild: Die Menschen-Trainerin für Hunde
    Die Menschen-Trainerin für Hunde
  • 7. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Ist Dein Hund ein Familienmitglied – oder ein Terminproblem?


Kurzfristig  Hundesitter gesucht

Ist Dein Hund ein Familienmitglied – oder ein Terminproblem?


Ein Gedanke, der mich immer wieder beschäftigt


Immer wieder sehe ich kurzfristige Anfragen in sozialen Medien: "Kann jemand morgen meinen Hund übernehmen?"

Natürlich gibt es echte Notfälle.

Ein Unfall. Eine plötzliche Erkrankung. Ein familiärer Notfall.

Das Leben passiert.


Doch häufig entsteht bei mir ein anderer Eindruck. Der Hund scheint plötzlich nicht mehr in den Tagesplan zu passen. Ein Konzert. Ein Ausflug. Ein spontanes Wochenende. Und nun wird möglichst schnell irgendeine Betreuung gesucht.

Ich frage mich dann immer:


Würde ich einen fünf Monate alten Hund wirklich einer völlig fremden Person anvertrauen, die ich nur aus einer Facebook-Kommentarspalte kenne?


Vertrauen für eine Hundebetreuung entsteht nicht zwischen zwei Kommentaren


Ein Hund ist kein Koffer, den man für einen Tag irgendwo abstellt.

Er ist ein Lebewesen.

Er nimmt Gerüche wahr. Er liest Körpersprache. Er spürt Unsicherheit. Er baut Bindung auf.


Gerade junge Hunde befinden sich in einer wichtigen Entwicklungsphase. Neue Menschen können eine wertvolle Erfahrung sein – wenn sie bewusst ausgewählt werden.


Doch Vertrauen für eine verlässliche Hundebetreuung entsteht doch nicht innerhalb weniger Stunden. Und auch nicht zwischen zwei Kommentaren auf Social Media Und auch nicht, weil jemand schreibt: "Ich könnte" "Ich hätte Lust" "Ich hab gerade Zeit"

Gute Betreuung beginnt lange vor der Reise

Die beste Betreuung beginnt nicht am Abend vorher.

Sie beginnt Wochen oder Monate früher.

Man lernt sich kennen.

Der Hund lernt die Betreuung kennen.

Die Betreuung lernt den Hund kennen.


Beide Seiten dürfen feststellen: Passt das überhaupt zwischen uns?


Denn nicht jeder Hund passt zu jedem Menschen.

Und nicht jeder Mensch passt zu jedem Hund.


Ein echter Notfall ist etwas anderes

Bitte verstehe mich nicht falsch.

Es gibt Situationen, die niemand planen kann.

Dann braucht es Menschen, die flexibel helfen.

Das ist etwas völlig anderes als eine Freizeitaktivität, bei der erst am Vortag auffällt, dass der Hund ebenfalls noch da ist.


Verantwortung endet nicht, weil man weg möchte

Für mich bedeutet Verantwortung nicht nur, den Hund zu füttern und spazieren zu führen. Verantwortung bedeutet auch, vorauszudenken. Nicht, weil man perfekt sein muss. Sondern weil der Hund keine Wahl hat.

Er ist darauf angewiesen, dass wir gute Entscheidungen für ihn treffen.

Mein Wunsch

Ich wünsche mir keine perfekte Hundehaltung.

Ich wünsche mir Menschen, die ihre Entscheidungen aus Respekt vor ihrem Hund treffen.


Nicht erst dann, wenn der Kalender plötzlich voll ist.

Sondern schon in dem Moment, in dem sie sich für dieses gemeinsame Leben entscheiden.

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