Velounfall mit Hund
- Die Menschen-Trainerin für Hunde

- vor 6 Tagen
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Hundebegegnungen mit Velofahrern und Pferden – warum gegenseitige Rücksicht so wichtig wäre

Neulich las ich wieder von einem Unfall:
Ein Hund sprang plötzlich in die Leine, ein Velofahrer stürzte – und sofort begann die Schuldfrage.
Doch vielleicht wäre die wichtigere Frage:
Warum bewegen wir uns heute oft so rücksichtslos aneinander vorbei?
Ich erlebe es im Alltag ständig:
Hundemenschen springen mit ihren Hunden ins Gebüsch, rollen Schleppleinen hektisch zusammen, nehmen Hunde eng zu sich, halten Abstand, sichern Situationen ab – oft völlig selbstverständlich.
Und ja:
Das mache ich übrigens auch.
Wenn mir Pferde begegnen, nehme ich Rücksicht.
Ich weiss, dass manche Pferde auf Schleppleinen am Boden reagieren können.
Ich weiss, dass schnelle Bewegungen, flatternde Leinen oder plötzliches Auftauchen Stress auslösen können.
Also nehme ich meinen Hund zu mir, rolle die Leine zusammen und gehe zur Seite.
Nicht aus Unterwürfigkeit.
Sondern aus gegenseitigem Respekt.
Doch was mir auffällt:
Oft wird genau diese Rücksicht selbstverständlich erwartet – aber kaum wahrgenommen.
EIN FREUNDLICHES DANKE. Ein kurzes Abbremsen. Vielleicht sogar einmal vom Fahrrad absteigen. Ein gegenseitiges Wahrnehmen. Das würde oft schon reichen.
Denn viele Hunde springen nicht aus „Ungehorsam“ in die Leine.
Viele reagieren aus Schreck, Überforderung oder einem hoch aktiven Nervensystem.
Und ehrlich gesagt:
Auch viele Menschen reagieren heute ähnlich.
Zu schnell.
Zu nah.
Zu gestresst.
Zu selbstverständlich.
Dabei wäre ein entspanntes Miteinander oft so einfach möglich, wenn nicht immer nur eine Seite alles regeln müsste.
RÜCKSICHT IST KEINE EINBAHNSTRASSE. Sie beginnt dort, wo wir aufhören, nur unseren eigenen Weg zu sehen.




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