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Hundetraining Angst: Warum die Emotion Angst nicht verstärkt werden kann – Verhalten in der Angst aber sehr wohl

  • Autorenbild: Die Menschen-Trainerin für Hunde
    Die Menschen-Trainerin für Hunde
  • 5. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 17. Mai

Im Hundetraining Angst höre ich immer wieder denselben Satz:

„Angst kann man nicht verstärken.“

Das stimmt für die Emotion Angst – und gleichzeitig wird dabei oft etwas Entscheidendes übersehen.


Hund zeigt unsicheres Verhalten im Hundetraining Angst und lernt mit Reizen umzugehen

Angst und Verhalten sind nicht dasselbe


Angst ist ein Gefühl - Angst ist DIE EMOTION

Ein innerer Zustand, den der Hund nicht einfach „steuern“ kann.

Ein Hund hat Angst – oder eben nicht.


Diese Angst selbst kannst du nicht verstärken, indem du freundlich bist oder deinen Hund ansprichst.


Aber: Das Verhalten, das aus dieser Angst entsteht, kann sehr wohl verstärkt werden.

„Nicht die Angst wird also verstärkt — sondern das Verhalten rund um die Angst.“

Denn natürlich beeinflusst unser Verhalten:

die Erregung,

die Regulation,

die Bedeutung der Situation,

die Erwartung des Hundes,

die Intensität des Gesamtmusters.


Die Frage ist also: „Wann braucht mein Hund wirklich Unterstützung?“

und

„Wann verstärke ich gerade unnötiges Theater?“


Nicht jede Aufmerksamkeit verstärkt Angst.

Aber unser Verhalten kann sehr wohl beeinflussen, wie ein Hund mit Angst umgeht und welches Verhalten sich rund um den Angst auslösenden Trigger etabliert.


Was im Hundetraining Angst oft verwechselt wird


Ein Beispiel:

Ein Hund ist unsicher, aufgeregt oder überfordert.

Er fiept, springt, wird hektisch oder sucht stark deine Nähe.


Viele Menschen reagieren dann mit:

viel Aufmerksamkeit

beruhigendem Zureden

Streicheln im falschen Moment


Und genau hier passiert der entscheidende Punkt:


Nicht die Angst wird verstärkt – sondern das Verhalten, das der Hund zeigt.


Warum das im Alltag so relevant ist


Gerade im Alltag sehe ich oft Hunde, die extrem hochfahren:

bei Begegnungen

bei Besuch

bei Reizen


Und dann kommt schnell die Aussage: „Er freut sich einfach so sehr“

Oder:

"Er hat Angst“


Im Hundetraining Angst ist es wichtig, genauer hinzuschauen:


Ist das wirklich Angst?

Oder ist es ein erlerntes, verstärktes Verhalten?


Was dein Hund wirklich braucht


Ein Hund braucht in solchen Situationen:


Klarheit

Ruhe

Orientierung


Nicht:

permanente Bestätigung seines Zustands

hektische Aufmerksamkeit


Das bedeutet nicht, dass du deinen Hund ignorieren sollst.

Sondern:

Dass du lernst, Verhalten von Gefühl zu unterscheiden.


Mein Ansatz im Hundetraining


Im Hundetraining Angst arbeite ich genau mit dieser Differenzierung:


Ich nehme das Gefühl ernst

Aber ich verstärke nicht jedes Verhalten


Ziel ist nicht ein „funktionierender“ Hund

sondern ein Hund, der lernt, mit Situationen stabiler umzugehen


Angst gehört zum Leben – auch für Hunde. Aber: Wie dein Hund lernt, damit umzugehen, hängt stark davon ab, wie du auf sein Verhalten reagierst.


Hund zeigt unsicheres Verhalten im Hundetraining Angst und lernt mit Reizen umzugehen

 
 
 

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